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Der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) e.V.
Der DAAD ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen und weltweit die größte Förderorganisation für den internationalen Akademikeraustausch. Er fördert jährlich mehr als 55.000 deutsche und ausländische Studierende, Graduierte und Wissenschaftler in über 200 Programmen weltweit. Er wurde 1925 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Bonn. Die Arbeit des DAAD wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie der EU finanziert.
Die Ziele des DAAD sind:
- Die Förderung ausländischer Nachwuchseliten, um künftige Führungspersönlichkeiten in Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft, Politik und Medien als Partner und Freunde für Deutschland zu gewinnen;
- Die Förderung deutscher Nachwuchseliten, um sie als künftige Führungspersönlichkeiten in Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft, Politik und Medien im Geiste internationaler und interkultureller Erfahrungen weltoffen zu qualifizieren;
- Die Förderung der Internationalität und Attraktivität der deutschen Hochschulen, damit Deutschland eine erste Adresse für den wissenschaftlichen Nachwuchs aus aller Welt bleibt;
- Die Förderung der Germanistik und der deutschen Sprache, der Literatur und der Landeskunde an ausländischen Universitäten, um Deutsch als wichtige Wissenschafts- und Verkehrssprache zu stärken und die Kenntnis über die Gegenwartsentwicklung in Deutschland zu verbreiten;
- Die Förderung der Hochschulentwicklung in den Entwicklungs- und in den Transformationsländern in Mittel- und Osteuropa, um deren wirtschaftlichen und demokratischen Reformprozess zu unterstützen.
Mehr Informationen zur Arbeit des DAAD weltweit finden Sie hier
Der DAAD in Armenien
Seit 1996 ist der DAAD mit einem Vertreter in Armenien präsent, 2004 wurde das DAAD Informationszentrum in Eriwan eröffnet. Dort können sich Studierende, Doktoranden und Wissenschaftler über Studien- und Forschungsmöglichkeiten in Deutschland sowie über Stipendienangebote informieren, außerdem bietet der DAAD Beratung zu Hochschulpartnerschaften und zur Förderung von Kooperationen an. Im Jahr 2008 gibt es in Eriwan drei entsandte Lehrkräfte des DAAD, die Germanistik, Deutsch als Fremdsprache und Linguistik an armenischen Hochschulen unterrichten.
Der DAAD fördert jedes Jahr über 50 armenische Studierende, Wissenschaftler und Hochschuladministratoren durch Einzelstipendien. Insgesamt wurden vom DAAD seit 1991 über 1000 armenische Studierende und Wissenschaftler gefördert. In Armenien besteht ein dichtes Netzwerk von DAAD-Alumni, das sich 2004 im „Verein der armenischen Alumni deutschsprachiger Länder“ zusammengeschlossen hat.
Aktivitäten des DAAD in Armenien
Kurzgeschichtenwettbewerb: Unsere Preisträger
Dem Aufruf des DAAD und der Deutschen Botschaft, eine „unglaubliche Geschichte“ zu schreiben, sind 43 Studentinnen, Schüler- und Schülerinnen aus ganz Armenien gefolgt. Und nicht nur die Menge der Geschichten, sondern vor allem ihre sprachliche und literarische Qualität haben uns wirklich überrascht. Die Jury hat aus allen Einsendungen die dreizehn besten Geschichten ausgewählt, von denen Sie drei zum Selberlesen hier herunterladen können.
Der erste Preis geht an die Studentin Tatevik Mamajanyan von der Pädagogischen Universität. Es war nicht einfach, sich auf eine Geschichte festzulegen, doch hat der witzige Einfall und die poetische Sprache unserer Preisträgerin die Jury einhellig begeistert. In der Siegergeschichte Augen lügen nicht geht es um eine unglaubliche Begegnung mit einem sehr berühmten deutschen Dichter. Der zweite Platz geht an Liana Baghdasarjan, die in die 10. Klasse der 5. Schule geht für den Text Verborgene Welten, der die Jury durch die tollen Einfälle und die souveräne Erzählung überzeugt hat. Die Studentin Tatevik Gevorgyan erhält für ihre sozialkritische Geschichte Als Mörder wird man nicht geboren den dritten Platz. Eine spannend erzählte Abenteuergeschichte hat Gevorg Hovannisjan, Schüler der Schule Nr. 5, geschrieben – Platz 5 für „Befreiung aus den dunklen Klauen“. Platz 4 geht an die Studentin Anahit Hovhannisjan für die flott und routiniert erzählte Geschichte „Wake up“. Eine sehr poetische Geschichte hat Dschulieta Mkrtschjan von der Pädagogischen Universität eingereicht, für die Geschichte „Zauberei“ vergibt die Jury Platz 6! Den 7. Platz erhält Ani Karapetyan, Schülerin an der Schule Nr. 6, für die Erzählung „Meine verlorene Freude“. Platz 8 geht an die Studentin Gohar Grigoryan für die schöne Traumgeschichte „Das Blättchen sucht seine Freunde im Altertum“. Armine Movsisyan von der Schule 6 belegt Platz 9 mit „Eine unglaubliche Geschichte“ – eine lehrreiche Geschichte mit einer überzeugenden Erzählerin! Platz 10 erhält die klassische Parabel „Das Wetter war wunderschön“ von Karine Vardazaryan. Platz 11 geht an Ella Nahapetjan von der 5. Schule für „Die Papierstadt“ – eine temporeiche Geschichte ohne Schnörkel! Den 12. Platz gewinnt der romantische Liebestext „Weder das Böse noch das Gute, sondern einfach Liebe“ von der achtzehnjährigen Studentin Anna Budachjan. Der 13. Platz geht an die Schülerin Lilit Melkunjan, die die 9. Klasse der 5. Schule besucht, für die Geschichte „Die Rettung“, die die Jury wegen der schönen Ausgangsidee und der tollen Überschriftgestaltung überzeugt hat.
Hochschulsommerkurse für Studierende und Hochschullehrer(innen)
Im Juli 2008 fanden drei Hochschulsommerkurse in Eriwan und Batumi statt, bei denen Studierende und Dozenten ihre Fach- und Sprachkenntnisse erweiteren können. Geleitet wurden die Kurse in Eriwan von Bianca Wolfram, DAAD-Sprachassistentin in Armenien, und in Batumi von den DAAD-Lektoren Gebhard Reul und Andrej Götze. Im September und November 2008 fanden außerdem ein Rhetorikkurs für Studierende und der Kurs "Kommunikative Kompetenz II" für Hochschullehrer statt.
Hochschulbesuche mit dem Kultusminister von Sachsen-Anhalt und der deutschen Botschafterin
Hochschulkooperationen zwischen Armenien und Sachsen-Anhalt sowie die Zusammenarbeit in Bildung und Wissenschaft standen im Mittelpunkt der Besuche an drei armenischen Hochschulen, die den Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, gemeinsam mit der deutschen Botschafterin und dem DAAD im Juni 2008 an die Staatliche Universität Eriwan, die Staatliche Linguistische Brjussov-Universität Eriwan sowie an die Filiale der Staatlichen Ingenieurwissenschaftlichen Universität in Gyumri führten. Bei den Gesprächen wurde die Unterzeichnung von Kooperationsverträgen vorbereitet. Mitglied der sachsen-anhaltinischen Delegation waren die Orientalistin PD Dr. Armenuhi Drost-Abgarjan von der Martin-Luther-Universität Halle und Dr. Harald Meller, Direktor des Landesinstituts für Archäologie und Denkmalpflege. Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier.
Deutschmobil-Tour 2008
Im Mai 2008 organisierten der DAAD und die Deutsche Botschaft Eriwan eine Tour durch die Provinzen Vayots Dzor und Syunik. Die deutschen Kulturmittler besuchten drei Universitäten und fünf Schulen, um für die deutsche Sprache zu werben und über den Studienstandort Deutschland zu informieren.
Ausführlicher Bericht im Online-Magazin satt.org
Englischsprachiger Bericht auf ArmeniaNow
Zu Gast in der Deutschen Botschaft: Unterrichtsprojekte für Germanisten
Mit zwei entsandten Lehrkräften fördert der DAAD die deutsche Sprache und Germanistik in Armenien. Bei der Vermittlung von deutscher Sprache und Kultur können die DAAD-Lektorin und die DAAD-Sprachassistentin auch auf die Hilfe und das Engagement der Deutschen Botschaft, der GTZ und der deutschen Wirtschaft zählen. Lesen Sie hier den Bericht einer armenischen Studentin über ein erfolgreiches Unterrichtsprojekt der DAAD-Sprachassistentin Bianca Wolfram.
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