Gruppenbild der Teilnehmer in Jvari

15 Deutschlerner aus dem Kaukasus und der Türkei nutzten im September 2016 die Möglichkeit, am DAAD-Projekt „Reportage-Workshop: Multiethnische Lebenswelten in Tbilissi“ teilzunehmen.

Unter Anleitung der Schriftstellerin und ehemaligen DAAD-Sprachassistentin Wiebke Zollmann erlernten sie die Grundlagen des Recherchierens, der Interviewführung und des Reportage-Schreibens. Im Mittelpunkt dieser auf Deutsch geschriebenen Reportagen steht die Frage, wie in Tbilissi das Zusammenleben von Mehr- und Minderheiten funktioniert.

Die Teilnehmer entdeckten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihren Kulturen. Sie untersuchten, wie sich die Angehörigen ihrer eigenen Ethnie als Minderheit in Georgien selbst wahrnehmen und definieren. Damit entstand ein Dialog über das, was vorher selbstverständlich schien: Was definiert eigentlich meine eigene Kultur und Ethnie? Und was definiert ‚die Anderen‘?

Die Ergebnisse ihrer Recherchen, die Geschichten und Portraits der Minderheitenvertreter, die die Teilnehmer mit Unterstützung ihrer georgischen Gastgeber und Mitautoren zu Reportagen in deutscher Sprache verarbeiteten, wurden in einer kleinen Publikation gedruckt. Aber auch online können alle Reportagen gelesen werden:

Anna, Mariam, Mariam & Taron: „Jeder Armenier hat einen georgischen Freund“

Salome, Ülvi & Samira: Begegnungen in Abanotubani

Aydan, Julietta & Nazli: Ein freies Leben

Ketevan, Sahiba & Zumrud: „Was heißt ‚Linsen’ auf Georgisch?“

Aydan, Julietta & Nazli: „Eigentlich würde ich gerne bleiben“

Gefördert vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA)